Facts & figures
Der Anfang 2026 an die bluefactory-Mieter verschickte Fragebogen ermöglichte es, wertvolle Daten zur Beschäftigungsentwicklung, zum Fundraising, zur Vielfalt der vertretenen Nationalitäten, zu Kooperations- oder Entwicklungsprojekten sowie zu den wichtigsten Herausforderungen eines innovativen Ökosystems zu sammeln. Fast 70 % der Bewohner haben sich an der Umfrage beteiligt und einen repräsentativen Einblick in die Dynamik des Standorts geliefert.
650
Stellen
75
Einheiten
54
Unternehmen
10
Kompetenzzentren & Clusters
60’000
Grundfläche des Quartiers in m² (gemäss KNP)
Unternehmen spielen in der bluefactory eine Schlüsselrolle: Sie machen 72 % der Einheiten vor Ort aus und stellen 74 % der Arbeitsplätze zur Verfügung.
Beschäftigungsentwicklung
Der Rückgang der Anzahl von Arbeitsplätzen am Standort ist zurückzuführen auf die Flexibilisierung der hybriden Arbeitsmodelle und die Entwicklung der Teamstruktur bei der SMG sowie durch die schrittweise Schliessung der Garagen im Hinblick auf deren Rückbau. Die Anzahl der Vollzeitäquivalente hingegen ist gestiegen.
Fundraising und Akquisitionen
Gemäss den verfügbaren Daten haben elf bluefactory-Einheiten rund 2,2 Millionen Franken beschafft. Die Gelder wurden grösstenteils von der Neuen Regionalpolitik zur Verfügung gestellt.
Nationalitäten
Die internationale Vielfalt ist in der bluefactory fest verankert. Der Standort vereint fast 50 Nationalitäten, 22 davon allein in der EPFL Freiburg. Der Anteil aus Europa macht zwar die Mehrheit aus, aber Talente aus Asien bereichern die multikulturelle Dynamik.
Projekte, die in Zusammenarbeit oder innerhalb der bluefactory-Gemeinschaft durchgeführt wurden
Die Umfrage unter den Einheiten des Innovationsquartiers ergibt ein klares Bild: Zusammenarbeiten werden in erster Linie innerhalb der bluefactory selbst aufgegleist. Partnerschaften oder gemeinsam Mandate mit anderen Einheiten des Standorts stehen an erster Stelle, vor regionalen Innovationsprogrammen und Projekten der angewandten oder akademischen Forschung. Mit anderen Worten: Der erste Reflex ist weder der Blick nach Europa noch die Schaffung neuer gemeinsamer Strukturen, sondern der Entscheid, die Kompetenzen zu aktivieren, die bereits im Ökosystem vorhanden sind, wo zudem die Kontakte schneller geknüpft werden können.
Dieser Rückgriff auf das unmittelbar Naheliegende ist kein Zufall. Das Vorgehen entspricht vielmehr der Art und Weise, wie die regionalen Innovationsdispositive ausgerichtet sind: Sie wollen den KMU konkrete Einstiegspunkte, schnelle Unterstützung und sofort aktivierbare Anknüpfungspunkte bieten. In der Westschweiz fokussieren die zur Verfügung stehenden Tools auf die Beratung, Vernetzung und Lenkung von Unternehmen. Auf Ebene des Kantons Freiburg Ebene sind sie in ein Umfeld eingebettet, das es im Berichtsjahr ermöglichte, im Rahmen der Neuen Regionalpolitik 23 Projekte zu unterstützen, darunter vier auf dem Gelände der bluefactory.
Nach dem Abbruch der Verhandlungen über das institutionelle Abkommen im Jahr 2021 wurde die Schweiz im Forschungsprogramm Horizon Europe als nicht assoziiertes Drittland eingestuft. Das am 10. November 2025 unterzeichnete EU-Programmabkommen (EUPA) stellte später den Status der Schweiz als assoziiertes Land von Horizon Europe, dem Euratom-Programm und Digital Europe rückwirkend auf den 1. Januar 2025 wieder her.
Die grössten Herausforderungen
Im Jahr 2025 hat sich die Entwicklung der Geschäftstätigkeiten als die grösste Herausforderung für die bluefactory-Mieter erwiesen. Dieser Befund spiegelt die Situation der Schweizer Wirtschaft wider. Gemäss dem Seco schloss die Schweizer Wirtschaft das Jahr nach einem rückläufigen dritten Quartal in einem schwierigen internationalen Umfeld mit einem leichten Wachstum ab. Angesichts einer derartigen Sachlage werden die Eroberung neuer Märkte, die Diversifizierung der Portfolios und die Konsolidierung des Besitzstandes automatisch zu Prioritäten.
Das Gewicht, das auf betriebliche Effizienz und Kostenkontrolle gelegt wird, geht damit einher. Die Unternehmen lassen Vorsicht walten und sind bestrebt, sich weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Solidität ihrer Strukturen sowie die Kontrolle über ihre Prozesse zu bewahren und ein wachsames Auge auf die Rentabilität zu haben. Diese Lesart stimmt auch mit der Diagnose überein, die auf Ebene des gesamten Kantons Freiburg gestellt wurde. Die Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg stellt fest, dass die Unternehmen im Jahr 2025 trotz eines anspruchsvollen Umfelds, das insbesondere durch zunehmende Handelsspannungen, die Stärke des Schweizer Frankens und eine wenig dynamische europäische Konjunktur gekennzeichnet war, weiter investiert haben.
Gemäss den erhobenen Zahlen spielten die Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung keine zentrale Rolle. Für die überwiegende Mehrheit der Mieter dürften die Herausforderungen im Jahr 2026 mit den oben genannten vergleichbar sein.
Kommunikation
CO₂-Bilanz
Die Mobilität gewichtet am stärksten
Unterstützt von der Expertise von Climate Services hat die BFF SA die CO₂-Bilanz 2025 des Standorts bluefactory erstellt. Das Gesamttotal der Betriebsemissionen des Innovationsquartiers betrug 896 tCO₂Äq. Darin inbegriffen sind die Aktivitäten der Unternehmen, aber nicht die Bautätigkeiten. Die Mobilität macht mit Abstand den grössten Emissionsposten aus: Die Geschäftsreisen und das Pendeln beanspruchen 83 % des Gesamttotals. Die Geschäftsreisen schlagen mit 388 tCO₂Äq zu Buche, gegenüber 78 tCO₂Äq im Jahr 2023, während das Pendeln 359 tCO₂Äq ausmachte, gegenüber 108 tCO₂Äq im Jahr 2023. Diese Zunahme lässt sich in erster Linie darauf zurückführen, dass Transportmittel mit höherem Emissionsgrad verwendet und im Rahmen der Geschäftsreisen vermehrt lange Distanzen mit dem Flugzeug zurückgelegt wurden. Der Anstieg bestätigt jedenfalls, dass es wichtig ist, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärker zu sensibilisieren, insbesondere mittels spezieller Veranstaltungen (z. B. Workshops «2Tonnen»), und einen Mobilitätsplan auf Stufe Quartier zu erstellen, um die Transportgewohnheiten und die Reiseverpflichtungen der Nutzerinnen und Nutzer besser identifizieren und passende Lösungen aufzeigen zu können.
Die BFF SA hat seit 2015 in Zusammenarbeit mit Climate Services zehn CO₂-Bilanzen erstellt. Diese Aufgabe wird künftig in einem Zweijahresrhythmus wahrgenommen. Die Bilanz 2025 ist auch gekennzeichnet durch eine Erweiterung des analysierten Perimeters: Es wurden zwei neue Posten in die Analyse aufgenommen, insbesondere die Restauration. Die Ergebnisse geben ein Werkzeug für die Nachverfolgung und Entscheidfindung in die Hand. Ihre Auslegung muss den methodischen Entwicklungen Rechnung tragen
Jahresbericht 2024
Jahresbericht 2023
Jahresbericht 2022
Jahresbericht 2021
Jahresbericht 2020
Jahresbericht 2019
Jahresbericht 2018
Jahresbericht 2017
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par Up to you











































































