Editorials

Jacques Boschung, Präsident

In einer Welt, die geprägt ist von immer schneller erfolgenden Veränderungen der Umwelt, der Energieversorgung, der Wirtschaft und der Gesellschaft, nimmt bluefactory die Aufgabe wahr, Antworten auf Herausforderungen zu finden, die weit über den Radius des Standorts hinausgehen. Das Quartier wirkt als Hebel für die Gebietsentwicklung, der dazu in der Lage ist, öffentliche, akademische und wirtschaftliche Akteure auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören: konkrete, nützliche und nachhaltige Lösungen für den Kanton und die Stadt Freiburg in Bereichen wie der gebauten Umwelt, der Mobilität, der Gesundheit und der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu entwickeln. Unternehmen wie LOXO, Bcomp und Mitipi haben übrigens für ihre Innovationen renommierte internationale Auszeichnungen erhalten.

Im Jahr 2025 haben sich am Standort mehrere strategische Ausrichtungen konkretisiert. Der Baubeginn des Smart Living Labs hat die wissenschaftlichen Ambitionen des Standorts im Bereich des Wohnens von morgen unterstrichen. Das in Partnerschaft mit Groupe E errichtete Wärmekraftwerk ist Ausdruck der Absicht, das Quartier auch via Infrastruktur und mittels Energieeffizienz auszugestalten. Die erste Phase der Renaturierung hat ihrerseits einen sicht­baren Beitrag zum Engagement für die Klimaresilienz geleistet und gleichzeitig die Lebensqua­lität auf dem Gelände sowohl für die Mieter als auch für die Besucher erhöht. Die Renaturie­rung ist ein deutliches Zeichen für die fortschreitende Verankerung der bluefactory in der Freiburger Stadtentwicklung. Angesichts der klimatischen Herausforderungen ergibt die Umsetzung des Schwammstadt-Konzepts tatsächlich Sinn. In der bluefactory wollen wir den Beweis antreten, dass es möglich ist, die Wasseraufbereitung und -verwertung zu dezentrali­sieren. Das anfallende Wasser wird in Dünger und Kompost umgewandelt oder für die Spü­lung, Bewässerung und Pflege des Geländes wiederverwendet. All diese Fortschritte zielen nicht nur darauf ab, die Identität des Viertels zu stärken. Vielmehr sollen sie auch die Vision, von der sich die Entwicklung der bluefactory leiten lässt, sicht- und greifbarer machen.

Gemäss UNESCO «ist Kultur identitätsstiftend, stärkt den sozialen Zusammenhalt, unterstützt wirtschaftliche Innovationen und erhöht die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften». Sie sollte nicht isoliert, sondern übergreifend verstanden werden. Das setzt eine Zusammen­arbeit zwischen Künstlern, Unternehmern und Forschern voraus. Die 2025 vorgestellte neue Kulturstrategie der bluefactory hat einen besser abgesteckten Rahmen und eine präzisere Positionierung der Kultur ermöglicht, die nun in die Standortdynamik eingebettet ist.

Ein Quartier wie die bluefactory zu bauen, ist keine leichte Aufgabe. Es ist ein Generationenprojekt, das eine Gesamtvision, Kohärenz und die Fähigkeit erfordert, langfristig auf Kurs zu bleiben und das Ziel im Auge zu behalten. Es stützt sich auf gemeinsam vereinbarte, manchmal anforderungsreiche Entscheidungen in Bezug auf die Entwicklung des Standorts, die Qualität der Realisierungen, die Partnerschaften und die Investitionen. Ein derartiges Quartier lässt sich weder ohne Unterstützung noch in wenigen Jahren errichten. Es setzt voraus, dass Ambition und Pragmatismus ins Gleichgewicht gebracht werden und dass man sich dabei auf das nachhaltige Engagement der öffentlichen, akademischen, wirtschaftlichen und kulturellen Akteure stützen kann, die es mit Leben erfüllen. 

Philippe Jemmely, Direktor

Innovation bildet heute den Kern sämtlicher Veränderungsdynamiken. Innovation ereignet sich nicht einfach so, sie tritt nie zufällig auf. Sie ist das Ergebnis eines lebendigen Ökosystems, das von zwei wesentlichen Kräften getragen wird: Unternehmertum und Bildung.

«Unternehmertum» meint die Fähigkeit, mutige Ideen zu entwickeln, damit zu experimen­tieren und sie in konkrete Lösungen umzusetzen. Es verleiht der Innovation ihre greifbare Dimension, indem es die Ideen mit den Realitäten vor Ort, den Bedürfnissen der Nutzer und den wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Die Ausbildung ihrerseits ist die unverzichtbare Grundlage dieser Dynamik. Sie versetzt dazu in die Lage, Fähigkeiten zu erwerben, kritisches Denken zu entwickeln und sich an eine sich ständig verändernde Welt anzupassen. In einer Zeit, in der Technologien, Berufe und Geschäftsmodelle rasant umge­staltet werden, ist kontinuierliches Lernen keine Option mehr, sondern ein Muss.

Am Kreuzungspunkt dieser beiden Dimensionen entstehen die zukunftsträchtigsten Innovationen – vergleichbar mit der Biodiversität, die in den ökologischen Übergangszonen, den sogenannten Ökotonen, immer reicher wird. Mehr als je zuvor liegt es an uns, diese Komplementarität zu pflegen, um die Herausforderungen von heute in Chancen von morgen zu verwandeln. Abgesehen von ihrem ausgeprägten Einfluss auf Wissenschaft und Technologie ist Innovation auch eine Möglichkeit, die Welt zu betrachten, das Offensichtliche zu hinterfragen und sich andere Möglichkeiten vorzustellen.

In diesem Zusammenhang spielt die Kultur eine zentrale Rolle. Sie eröffnet Perspektiven, regt die Kreativität an und bietet einen komplementären — manchmal «schrägen», aber oft wesentlichen — Blick auf die sogenannten harten Wissenschaften. Auf dem Fundament dieses interdisziplinären Dialogs haben wir die Kulturstrategie 2030 entwickelt und beschlossen, Kunst und Wissenschaft in einem neuen Forschungsgebiet zu verankern. Denn gerade aus dieser Fähigkeit heraus, verschiedene Blickweisen zuzulassen, entstehen die Innovationen von morgen. Auf den folgenden Seiten werden wir die Gelegenheit nutzen, auf die Absichten und Ziele der Kultur in der bluefactory zurückzukommen.

Die Sanierung des ehemaligen Malzsilos im Zentrum unseres Quartiers soll Ausdruck und lebendiges Symbol dieses Dialogs sein – Das Silo wird darauf ausgelegt sein, die Innovation in all ihrer Vielfalt zu verkörpern.

Das Jahr 2025 war geprägt vom Beginn der Bauarbeiten für das Smart Living Lab, den zukünftigen globalen Forschungsstandort für die gebaute Umwelt von morgen. Der zentrale Platz hat seine Metamorphose zum «Blauen Platz» angetreten. Er wird einen städtischen Teich beherbergen, der als Wasserregulator und Rückhaltebecken dienen wird, aber auch als Raum für das Wohlbefinden und die Biodiversität. Das Projekt wurde von der Genossenschaft Schweizerische Mobiliar positiv bewertet und unterstützt. Die Unterstützung unterstreicht ein weiteres Mal unser Engagement für Klimaresilienz. Die Aufmerksamkeit, die wir der Nachhaltigkeit schenken, spiegelt sich auch in der Energieinfrastruktur wider. Der Anschluss an die Fernheizung, der wie geplant durchgeführt wurde, rundete das für den gesamten Standort geplante thermische Konzept ab.

Das entstehende Quartier wäre nicht das, was es ist, ohne seine leidenschaftlichen Unternehmer, seine renommierten Wissenschaftler und ohne die Mitarbeiter der BFF SA, die sich täglich dafür einsetzen, dass die Zukunft in der Gegenwart gelebt wird.

Ausblick

Ein neuer Lebensraum im Herzen der bluefactory

Bilder: © STEMUTZ.COM

In der bluefactory ist die Wasserbewirtschaftung und -verwertung vollumfänglich Teil der Verwandlung, die das Quartier durchläuft. Das Konzept, das seit 2021 angewendet wird und 2025 durch die Partnerschaft mit der Mobiliar konsolidiert wurde, macht Wasser sowohl zu einem Hebel für die Klimaresilienz als auch zum strukturierenden Prinzip eines neuen Lebensraums im Herzen des Quartiers.

Das Wasser bildet gleichsam den Roten Faden des Konzepts. Der Teich erfüllt dabei sowohl klimatische als auch ökologische und landschaftsgestaltende Funktionen. Als Unwetterbecken konzipiert, ist er in der Lage, bei starkem Regen auf einem Teil des Geländes Abflusswasser zurückzuhalten. Er ist mit dem unterirdischen Reservoir mit einem Fassungsvermögen von einer Million Litern verbunden und trägt zur Kühlung des Viertels bei. Um den Teich herum wurde zudem Kies aus lokalen Steinbrüchen verlegt, um den Boden durchlässiger zu gestalten. Intensiviert wurde auch die Bepflanzung mit einheimischen, klimaresistenten Baumarten sowie Wasserpflanzen, die zum natürlichen Gleichgewicht des Gewässers beitragen. Zweige aus forstlichen Sicherheitsrodungen der Stadt Freiburg sowie an den Ufern platzierte Steine bieten städtischen Kleintieren wie Vögeln, Igeln oder Eidechsen Zuflucht. Die gesamte Anlage trägt sowohl zur Kühlung des Viertels als auch zur Biodiversität und zu einer besseren Lebensqualität bei.

Wenn ein Abfallprodukt zu einer Ressource wird

Das Projekt folgt einer Logik der Kreislaufwirtschaft. Materialien, die beim Rückbau von Gebäuden auf dem Gelände anfielen, wurden wiederverwendet, um Erholungsräume einzurichten, Möbel herzustellen und Fahrradunterstände mit 92 zusätzlichen Plätzen zu realisieren. Derselben Logik folgend wandte sich die BFF SA an TeraSol – ein junges Start-up aus der Romandie – mit dem Anliegen, den Aushub von den Baustellen aufzuwerten. Dank seiner Expertise und des agropedologischen Ansatzes (Pedologie ist die Wissenschaft der Bodenkunde) konnte das Unternehmen 780 m³ fruchtbare Substrate gewinnen. Dadurch konnten die Materialtransporte reduziert und gleichzeitig die Bepflanzung des Quartiers unterstützt werden. Bei der Aussaataktion haben wir auch die Firma Bcomp – die am Standort bluefactory präsent ist – eingebunden, die natürliche Flachsfasern zur Herstellung von Hochleistungs-Biokompositen nutzt. Diese Verstärkungsmaterialien werden als Alternativen zu Kohlefasern, Glas oder Kunststoff verwendet, insbesondere in den Bereichen Sport, Automobil, Infrastruktur und Massentransport.

Eine Verbindung, welche die programmatische Diversität der bluefactory spiegelt

Über dem Teich verbindet der Steg nicht nur zwei Ufer, sondern schafft auch eine Verbindung zwischen Menschen, Disziplinen und Praktiken. Im bluefactory-Quartier treffen Unternehmertum, Forschung, Bildung und Kultur tagtäglich aufeinander. Diese Vielfalt fördert den Austausch, die Synergien und das Experimentieren. Sie ist der Motor für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungszentren, die in Bereichen wie Mobilität, Wohnen, Lebensmittel oder Gesundheit Innovationen mit unmittelbarem Bezug zu den Bedürfnissen der Gesellschaft entwickeln.


Der Steg ist auch ein Forschungsprototyp, der von der EPFL Fribourg an ihrem Standort in der bluefactory entwickelt wurde. Er wurde aus wiederverwendbaren Betonsteinen hergestellt und belegt, dass ein Material einem neuen Zweck in einem gleichzeitig nützlichen und innovativen Setting zugeführt werden kann. Zudem verleiht der im Sommer 2026 eingeweihte Steg dem zentralen Platz der bluefactory eine starke Identität.

Milestone des Jahres

Den Wandel des Wassermanagements in der bluefactory beschleunigen

2025 gingen die BFF SA und die Mobiliar eine Partnerschaft ein mit dem Ziel, den Wandel des Wassermanagements in der bluefactory zu beschleunigen. Diese neue Phase des Schwamm­quartiers, die schrittweise bis 2027 abgewickelt wird, fokussiert auf die Bewirtschaftung und Aufwertung des Oberflächenwassers im Innovationsquartier. Ziel ist es, den Abfluss einzuschränken, Hitzeinseln zu bekämpfen und die Öffentlichkeit für die Herausforderungen im Zusammenhang mit Wasser zu sensibilisieren.

Die ersten Realisierungen bringen diese Absicht konkret zum Ausdruck. Erwähnt seien insbesondere die Inbetriebnahme eines bestehenden unterirdischen Beckens, das auch als Unwetter-Auffangbecken eingesetzt werden kann, das Anlegen eines Teiches, der als Pufferzone dient, die Schaffung einer Rückhalte-Senke, die Vergrösserung der Grünflächen, die Bepflanzung von Dächern und die Installation von Stadtmobiliar aus wiederverwendeten Materialien. Neben seiner ökologischen Dimension umfasst das Projekt auch soziale und pädagogische Aspekte: Der Teich soll zu einem Treffpunkt werden in einem Raum, welcher der Bevölkerung offensteht.

Mit der Partnerschaft setzt die BFF SA den Wandel der bluefactory gemäss den Prinzipien der Schwammstadt mit einem nachhaltigen, an Kreisläufen orientierten und lokalen Wassermanagement fort. Ziel ist es, das Quartier in die Lage zu versetzen, Wasser vor Ort zu sammeln, zu speichern, aufzubereiten und zu verwerten, und gleichzeitig das städtische Netz zu entlasten. Die Partnerschaft stärkt damit das Engagement der BFF SA zugunsten der Klimaresilienz und ist – in Verbindung mit der bereits laufenden Zusammenarbeit mit der SINEF SA und Groupe E zur Kapitalisierung der Energiequellen – Teil eines breiter gefassten Ansatzes.

Die Gruppe Mobiliar

In der Schweiz ist jeder dritte Haushalt und jedes dritte Unternehmen bei der Mobiliar versichert. Per 31. Dezember 2024 beliefen sich die Prämieneinnahmen des branchenübergreifenden Versicherers auf knapp 4,9 Milliarden Franken. Nicht weniger als 80 Generalagenturen mit eigener Schadenabteilung bieten über 2,3 Millionen Kundinnen und Kunden an rund 160 Standorten kundennahe Dienstleistungen an. Die Mobiliar beschäftigt rund 6600 Mitarbeitende in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein, und sie stellt 350 Lehrstellen zur Verfügung. Die Mobiliar wurde 1826 als Genossenschaft gegründet und ist die älteste private Versicherungsgesellschaft der Schweiz.

Innovative Akteure

„bluefactory ist ein strategischer Beschleuniger“

Bilder: © RNX

RNX hat 2025 sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Grund genug, mit seinem CEO Adrian Riedo (auf dem Bild ganz rechts) ein Gespräch zu führen und mehr über sein Unternehmen, seinen Markt und seine Erfahrungen in der bluefactory zu erfahren.

2025 markierte das 20-jährige Bestehen von RNX. Wie beurteilen Sie die Entwicklung?

«Seit 2005 haben wir uns vom Nischenakteur zum strategischen Partner für kritische Infrastrukturen entwickelt. Es war eine Evolution der Relevanz: Wir liefern heute die technologische Basis für Rechenzentren, die weit über reine Hardware hinausgeht. Dass wir mit Schweizer Präzision und eigenen Patenten wie der UPDU® global bestehen, zeigt, dass Qualität und Innovationskraft langfristig den Unterschied machen.»

Wie positionieren Sie sich gegenüber Digitalisierung, Energieeffizienz und Sicherheit?

«Diese Themen bilden unseren Kern:

  • Digitalisierung: Wir machen die Stromversorgung intelligent und liefert die nötigen Daten für ein transparentes Monitoring.
  • Energieeffizienz: Nur was man präzise misst, kann man optimieren. Unsere Lösungen helfen dabei, Verschwendung zu identifizieren und Ressourcen gezielt einzusetzen.
  • Sicherheit: Das ist unsere DNA. Mit mechanischen Innovationen wie TwyLock® sichern wir die physische Ebene der IT ab. Wir sorgen dafür, dass die Basis stabil bleibt – denn ohne Strom gibt es keine Digitalisierung.»

Welche Eigenschaften braucht es heute, um erfolgreich zu unternehmen?

«Man braucht Antizipation, um Kundenprobleme zu lösen, bevor sie entstehen, und Resilienz, um als KMU im globalen Wettbewerb kompromisslos auf Qualität zu setzen. Entscheidend ist zudem die Nahbarkeit: Erfolg entsteht im Team. Man muss ein Umfeld schaffen, in dem Experten keine Nummern sind, sondern aktiv an der Zukunft bauen.»

Inwiefern unterstützt der Standort bluefactory die Entwicklung von RNX?

«Die bluefactory ist ein strategischer Beschleuniger. Das Innovationsquartier mit seinem Fokus auf Nachhaltigkeit spiegelt unsere eigenen Werte wider. Die Nähe zu Hochschulen und die moderne Atmosphäre helfen uns enorm bei der Gewinnung von Talenten. Zudem entstehen durch die zentrale Lage in Freiburg und die Durchmischung vor Ort wertvolle Synergien – oft durch den spontanen Austausch, der in klassischen Industriegebieten fehlt.»

RNX kurz und bündig

RNX entwickelt Stromverteilungs- und Messlösungen für Rechenzentren und andere industrielle Märkte. Das Angebot umfasst hauptsächlich Power Distribution Units (PDUs), Smart Meter und dediziertes Zubehör. Das international tätige Familienunternehmen stellt Exzellenz, Qualität und Kundenzufriedenheit in den Mittelpunkt seiner Tätigkeit.

Ein Bindeglied in der Welt der Lebensmittel

Zehn Jahre nach seiner Gründung hat sich der Cluster Food & Nutrition als Treffpunkt von Unternehmen, Forschung, Ausbildung und öffentlichen Behörden etabliert. Ende 2025 zählte er 209 Mitglieder und Partner aus der gesamten Lebensmittel-Produktionskette.

Die Rolle des Clusters Food & Nutrition beschränkt sich nicht darauf, ein Netzwerk zu unter­halten, sondern besteht auch darin, Projekte zu begleiten und den Zugang zu Kompetenzen zu ermöglichen, die oft ausserhalb der Reichweite kleiner Strukturen liegen. Die Aufgabe des Clusters hat an Bedeutung gewonnen, da die Erwartungen an die Branche komplexer geworden sind. Der Nahrungsmittelsektor steht vor Herausforderungen in Bezug auf Gesundheit, Nachhaltigkeit, Ernährung, Lebensmittelverschwendung und veränderte Konsumgewohnheiten.

In diesem hoch aktiven Umfeld hat der Cluster seinen festen Platz. Es bringt Akteure zusammen, die zwar nicht die gleiche Grösse haben, nicht über gleichviel Mittel verfügen und nicht die einheitlich gleichen Berufe aufweisen, aber oft auf die gleichen Schwierigkeiten stossen, wenn es um Innovationen, das Testen neuer Lösungswege oder den Zugang zu spezialisierten Fähigkeiten geht. Er trägt so dazu bei, Synergien zu schaffen, den Zugang zu Finanzmitteln zu ebnen, gemeinschaftliche Projekte zu unterstützen und die Wettbewerbs­fähigkeit und Wertschöpfung in der Branche zu stärken.

Die Welt der Agrar- und Ernährungswirtschaft befindet sich im Umbruch. Drohnengestützte Landwirtschaft, vertikale Kulturen, pflanzliche Proteine, die Entwicklung von Verpackungen: Die laufenden Veränderungen sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die Branche anders produzieren und verarbeiten und darüber hinaus sogar einige ihrer Modelle überdenken muss. In dieser Zeit des Umbruchs behauptet sich der Cluster Food & Nutrition als wertvoller Stützpunkt, der dazu in der Lage ist, die Entwicklungen zu begleiten. Seine Rolle als Bindeglied erscheint wichtiger denn je.

Preisgekrönte Innovationen und Engagements

Eine nationale Auszeichnung
Preis «l’immobilier romand»

Im Juni 2025 hat der Verein InfraWatt seinen Innovationspreis an «Sponge City Freiburg» verliehen. Das im Innovationsquartier bluefactory durchgeführte Projekt zeichnet sich durch sein integriertes Wasser- und Energiemanagement aus.

Mit der nationalen Anerkennung wird eine mutige und vorbildliche Initiative gewürdigt. Der jährlich vergebene Preis zeichnet innovative Konzepte aus, die den Umgang mit Ressourcen wie Abwasser, Abfall, Abwärme oder Trinkwasser deutlich optimieren. Es ermutigt Akteure vor Ort – Betreiber und Unternehmen –, nachhaltige Energieprojekte umzusetzen, belohnt deren Bemühungen und fördert die Verbreitung dieser Innovationen im In- und Ausland.

Das Bâtiment B der bluefactory wurde für seine Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Der Preis wird vergeben für beispielhafte Realisierungen. Er bestärkt die BFF SA in ihrem Bestreben, die Entwicklung eines ambitionierten, verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Innovationsquartiers weiter voranzutreiben.

Wir gratulieren unseren Partnern, dem Büro Ferrari Architectes und dem Totalunternehmen JPF Group, sowie unserem Kollegen Gianfranco Quaranta, Projektleiter für das Bâtiment B, dessen Engagement und umsichtige Führung massgeblich zu diesem Erfolg beigetragen hat.

Der «Prix de l’immobilier romand» ist ein Exzellenzwettbewerb, der herausragende Immobilienprojekte auszeichnet. Er wird gemeinsam von der Wirtschaftszeitschrift Bilan und der Westschweizer Sektion des Schweizerischen Verbands der Immobilienwirtschaft SVIT organisiert.

PMW Awards

Im November 2025 wurde Bcomp anlässlich der PMW Awards ausgezeichnet für sein gemeinsam mit Tras Ltd durchgeführtes Projekt, das auf die Suzuki CN Challenge ausgerichtet war. Der Preis, der im Rahmen der PMW Expo verliehen wurde, würdigte die innovativen natürlichen Flachsfasern, die Bcomp zum Auto beigetragen hatte.

Swiss Logistic Award 2025 + Top 10 beim European Startup Prize for Mobility

2025 wurde LOXO zusammen mit Planzer für den Swiss Logistics Award nominiert. Die Nomination erfolgte aufgrund des «Dynamic Micro-Hub», der Lösungen für die urbane Logistik bietet. Ebenfalls im Berichtsjahr wurde das Unternehmen aus über 500 europäischen Bewerbungen in die Top 10 des European Startup Prize for Mobility gewählt –  zwei Auszeichnungen, welche die zunehmende Sichtbarkeit von LOXO im Bereich der autonomen Logistik und nachhaltigen Mobilität belegen.

Plus X Award 2025

Der Plus X Award ist ein internationaler Preis, der innovative Produkte aus den Bereichen Technologie, Sport und Lifestyle auszeichnet. Im Jahr 2025 wurde Mitipi für seinen Anwesenheitssimulator KEVIN®.3 gewürdigt. Die Auszeichnung ist Beleg für das Renommee, das Mitipi im Bereich innovative Sicherheitslösungen für den Wohnbereich geniesst.

Mieter am Standort

6

neu eingezogen

Alquant AG, BCF (Ausbildungszentrum), De Cérenville géotechnique SA, HIMA, Paul Hildebrandt GmbH, Pusch

10

ausgezogen

Local’ice SA, Case à Stock, La Parfaite Food Lab, Rondechute Sailbags GmbH / La Canette, Planetary SA, Association Sous-Marin Jaune, Fablab-Fribourg, Cyberproof Switzerland SA, Emblematik Sàrl, ITN Sàrl

In der bluefactory haben sich CASEASTOCK, die Ressourcerie, das gelbe U-Boot, Pignon sur Strass, la Canette und Fablab-Fribourg in provisorischen Räumen in Form von ausrangierten eingerichtet. Diese sollen später wieder zurückgebaut werden, um Platz zu schaffen für zukünftige Entwicklungen des Innovationsviertels und für die Gebäude, die renoviert werden sollen. Die genannten Unternehmen haben die Räumlichkeiten mit Kreativität, Leidenschaft und Gemeinschaftssinn belebt. Heute setzen sie ihr Abenteuer in La Poya fort, an einem gemeinsamen genutzten Ort namens «La Fabrique», und wie gewohnt mit einer Dynamik, die durch und durch geprägt ist von Zusammenarbeit, Experimentierfreude und dem Bekenntnis zum Recycling. Wir wünschen ihnen viel Erfolg für diesen weiteren Schritt.

CertX

Funktionale Sicherheit

Cybersicherheit

KI

Vistonia

Bau

STEMUTZ

Fotografie

A-LL Creative Technology

Interaktive 3D-Technologie
Intelligentes Interface

MiNT

360°-Kommunikation

BCC

Kompetenzzentrum für Biotechnologie und Bioverfah­renstechnik

Navique

Data
Analytics
KI

Facts & figures

Der Anfang 2026 an die bluefactory-Mieter verschickte Fragebogen ermöglichte es, wertvolle Daten zur Beschäftigungsentwicklung, zum Fundraising, zur Vielfalt der vertretenen Nationalitäten, zu Kooperations- oder Entwicklungsprojekten sowie zu den wichtigsten Herausforderungen eines innovativen Ökosystems zu sammeln. Fast 70 % der Bewohner haben sich an der Umfrage beteiligt und einen repräsentativen Einblick in die Dynamik des Standorts geliefert.

650

Stellen

75

Einheiten

54

Unternehmen

10

Kompetenzzentren & Clusters

60’000

Grundfläche des Quartiers in m² (gemäss KNP)

 

Unternehmen spielen in der bluefactory eine Schlüsselrolle: Sie machen 72 % der Einheiten vor Ort aus und stellen 74 % der Arbeitsplätze zur Verfügung.

Beschäftigungsentwicklung

Der Rückgang der Anzahl von Arbeitsplätzen am Standort ist zurückzuführen auf die Flexibilisierung der hybriden Arbeitsmodelle und die Entwicklung der Teamstruktur bei der SMG sowie durch die schrittweise Schliessung der Garagen im Hinblick auf deren Rückbau. Die Anzahl der Vollzeitäquivalente hingegen ist gestiegen.

Fundraising und Akquisitionen

Gemäss den verfügbaren Daten haben elf bluefactory-Einheiten rund 2,2 Millionen Franken beschafft. Die Gelder wurden grösstenteils von der Neuen Regionalpolitik zur Verfügung gestellt.

Nationalitäten 

Die internationale Vielfalt ist in der bluefactory fest verankert. Der Standort vereint fast 50 Nationalitäten, 22 davon allein in der EPFL Freiburg. Der Anteil aus Europa macht zwar die Mehrheit aus, aber Talente aus Asien bereichern die multikulturelle Dynamik.

Projekte, die in Zusammenarbeit oder innerhalb der bluefactory-Gemeinschaft durchgeführt wurden

Die Umfrage unter den Einheiten des Innovationsquartiers ergibt ein klares Bild: Zusammenarbeiten werden in erster Linie innerhalb der bluefactory selbst aufgegleist. Partnerschaften oder gemeinsam Mandate mit anderen Einheiten des Standorts stehen an erster Stelle, vor regionalen Innovationsprogrammen und Projekten der angewandten oder akademischen Forschung. Mit anderen Worten: Der erste Reflex ist weder der Blick nach Europa noch die Schaffung neuer gemeinsamer Strukturen, sondern der Entscheid, die Kompetenzen zu aktivieren, die bereits im Ökosystem vorhanden sind, wo zudem die Kontakte schneller geknüpft werden können.

Dieser Rückgriff auf das unmittelbar Naheliegende ist kein Zufall. Das Vorgehen entspricht vielmehr der Art und Weise, wie die regionalen Innovationsdispositive ausgerichtet sind: Sie wollen den KMU konkrete Einstiegspunkte, schnelle Unterstützung und sofort aktivierbare Anknüpfungspunkte bieten. In der Westschweiz fokussieren die zur Verfügung stehenden Tools auf die Beratung, Vernetzung und Lenkung von Unternehmen. Auf Ebene des Kantons Freiburg Ebene sind sie in ein Umfeld eingebettet, das es im Berichtsjahr ermöglichte, im Rahmen der Neuen Regionalpolitik 23 Projekte zu unterstützen, darunter vier auf dem Gelände der bluefactory.

Nach dem Abbruch der Verhandlungen über das institutionelle Abkommen im Jahr 2021 wurde die Schweiz im Forschungsprogramm Horizon Europe als nicht assoziiertes Dritt­land eingestuft. Das am 10. November 2025 unterzeichnete EU-Programmabkommen (EUPA) stellte später den Status der Schweiz als assoziiertes Land von Horizon Europe, dem Euratom-Programm und Digital Europe rückwirkend auf den 1. Januar 2025 wieder her.

Die grössten Herausforderungen

Im Jahr 2025 hat sich die Entwicklung der Geschäftstätigkeiten als die grösste Herausforderung für die bluefactory-Mieter erwiesen. Dieser Befund spiegelt die Situation der Schweizer Wirtschaft wider. Gemäss dem Seco schloss die Schweizer Wirtschaft das Jahr nach einem rückläufigen dritten Quartal in einem schwierigen internationalen Umfeld mit einem leichten Wachstum ab. Angesichts einer derartigen Sachlage werden die Eroberung neuer Märkte, die Diversifizierung der Portfolios und die Konsolidierung des Besitzstandes automatisch zu Prioritäten.

Das Gewicht, das auf betriebliche Effizienz und Kostenkontrolle gelegt wird, geht damit einher. Die Unternehmen lassen Vorsicht walten und sind bestrebt, sich weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Solidität ihrer Strukturen sowie die Kontrolle über ihre Prozesse zu bewahren und ein wachsames Auge auf die Rentabilität zu haben. Diese Lesart stimmt auch mit der Diagnose überein, die auf Ebene des gesamten Kantons Freiburg gestellt wurde. Die Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg stellt fest, dass die Unternehmen im Jahr 2025 trotz eines anspruchsvollen Umfelds, das insbesondere durch zunehmende Handelsspannungen, die Stärke des Schweizer Frankens und eine wenig dynamische europäische Konjunktur gekennzeichnet war, weiter investiert haben.

Gemäss den erhobenen Zahlen spielten die Schwierigkeiten bei der Personal­rekrutierung keine zentrale Rolle. Für die überwiegende Mehrheit der Mieter dürften die Herausforderungen im Jahr 2026 mit den oben genannten vergleichbar sein.

Kommunikation 

3’767

Followers

2’644

Followers

17’185

Website users

53’203

Page views

17

Newsletters & press releases

Im Rampenlicht

Ein neuer Meilenstein für die Kultur in der bluefactory

Video: Up to you

Im Jahr 2025 hat die BFF SA einen entscheidenden Schritt in der Strukturierung ihrer kulturellen Ambitionen unternommen. Die vom Verwaltungsrat genehmigte, neue Strategie verfolgt das Ziel, die Kultur dauerhaft in der bluefactory zu verankern und ihr eine starke Identität an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Experimen­tierfreude zu verleihen. Sie will die Kultur zu einem Hebel des gesellschaftlichen Wandels zu machen, der am Standort fest verankert ist und gleichzeitig national und international ausstrahlt.

Diese Ausrichtung ist die Fortsetzung einer Arbeit, die seit Anbeginn im Quartier geleistet wurde. Nach einer Phase des Experimentierens in provisorischen Räumen macht die Kultur einen Schritt nach vorne und erhält einen dauerhaften und festen Platz in der bluefactory. 2026 wird deshalb eine Stiftung gegründet, die das gesamte Kulturangebot mit einer eigenen Governance und einem engagierten Team entwickeln, betreiben und fördern soll. Es ist vorgesehen, dass das Silo – neben anderen Räumen, deren Eignung noch geprüft werden muss – einen zentralen Platz in der neuen Ausrichtung der Kultur einnimmt.

Die neue Dynamik spiegelt sich bereits in der Ausschreibung für Forschungsresidenzen in Kunst und Wissenschaft, die Ende 2025 lanciert wurde. Die Residenzen können von professionellen Künstlern aller Disziplinen beansprucht werden, die mit einem Wissenschaftler/einer Wissenschaftlerin der Universität Freiburg in Verbindung stehen. Die Aufenthalte werden vergütet. Zusätzlich werden Arbeitsräume zur Verfügung gestellt und es ist eine Begleitung und Unterstützung im Hinblick auf die Aufwertung und Verbreitung der Forschung vorgesehen. Gleichzeitig stellt bluefactory ein saisonales Programm mit interdisziplinären Projekten auf die Beine, das sich an die breite Öffentlichkeit wendet. Im Rahmen des Programms werden seit Jahren bestehende Partnerschaften gepflegt.

Schaufenster

Networking-Events für Mieter

After Blue

 

Das BLUE TEAM führt Vertreter der Mieter aus jedem Gebäude im Innovationsquartier der bluefactory zusammen. Zu seinen Aufgaben gehört die Organisation von vier After Blue pro Jahr, das sind lockere Treffen, bei denen Einheiten des Standorts in den Fokus gerückt werden. Im Jahr 2025 boten die Events die Gelegenheit, die Agentur EN’JOY, die Agentur MiNT, den Cluster Food & Nutrition, MD Sherpa, STEMUTZ PHOTO, Vistonia, A-LL Creative Technology, Altrajob, GS Global und das Swiss Bier Museum kennenzu­lernen. Ein herzliches Merci an das BLUE TEAM für sein hochgeschätztes Engagement sowie an alle Einheiten, die sich beteiligt haben!

Bilder: © STEMUTZ.COM

Blue Tours

 

Erstmals wurde den Mietern eine exklusive Tour in kleinem Rahmen angeboten, um ihnen ein von der BFF SA getragenes Projekt vorzustellen. So konnten die Teilnehmenden im April 2025 einen selten gesehenen Ort besuchen: das unterirdische Becken der bluefactory, bevor es wieder an die Pilettes-Quelle angeschlossen und gefüllt wird. Das ehemalige Reservoir der Brauerei Cardinal mit einem Fassungsvermögen von einer Million Litern wird nicht nur das Wasser aus der Pilettes-Quelle, sondern auch das Regenwasser und das vor Ort mit innovativen Verfahren aufbereitete Abwasser aufnehmen und speichern. Das Wasser wird anschliessend für die Versorgung der Toiletten, die Bewässerung und die Pflege der Aussenbereiche unseres Quartiers verwendet. Das in Zusammenarbeit mit der SINEF durchgeführte Pilotprojekt zur Wasseraufbereitung ist Teil des von der BFF SA entwickelten Gesamtkonzepts für das Schwammquartier und soll vor Ort rund 25 Liter Wasser pro Person und Tag einsparen. Das thermische Potenzial des Wassers wird im Rahmen eines in Zusammenarbeit mit Groupe E entwickelten Konzepts zur Energierückgewinnung genutzt.

Bilder: © STEMUTZ.COM

blue noon PARTY

 

Über 140 Mieter haben an unserer mittlerweile traditionellen Blue Noon PARTY teilgenommen – ein Teilnehmerrekord für diese Veranstaltung! Die paar vom Himmel fallenden Regentropfen konnten der Geselligkeit und dem lebhaften Austausch keinen Abbruch tun. Der Anlass ist Ausdruck der Bedeutung, die dem Networking innerhalb der bluefactory-Community zukommt: Kontakte knüpfen, Ideen austauschen und Synergien entwickeln, die das Innovationsquartier zum Leben erwecken.

Bilder: © STEMUTZ.COM

X-MAS WARMUP

Video: Up to you

Das berühmte Raclette des X-MAS WARM-UP ist ein absolutes Must am Jahresende und brachte rund 150 Mieter aus dem Innovationsquartier zusammen.

Die Veranstaltung spiegelte die Vielfalt der Bluefactory-Community und ermöglichte gleichzeitig besondere Moment der Begegnung und des Austauschs.

Eine Strassenumfrage erlaubte es, die Stimmung auf dem Gelände einzufangen und die Eindrücke der Teilnehmer zu sammeln.

Veranstaltungen auf unserem Gelände

Streetfood Festival

Video: Up to you

Bereits zum dritten Jahr in Folge empfing bluefactory das Streetfood Festival Freiburg. Vom 6. bis 9. Juni wurden an 45 Ständen kulinarische Spezialitäten aus der ganzen Welt angeboten.

Die Veranstaltung bestätigte erneut die Attraktivität des Standorts und dessen Fähigkeit, ein breites Publikum (ca. 30’000 Foodies) anzuziehen, und das trotz des launischen Wetters. Ein paar Impressionen, die einen Einblick verschaffen in die Stimmung und das Setting, eingefangen von Besucherinnen und Besuchern, die ihren Appetit höher gewichteten als den Regen.

 

 

Präsentationen der bluefactory und Besuche des Quartiers 

 

2025 führte das Team der BFF SA 25 Präsentationen und Besuche der bluefactory durch, die sich an ein vielfältiges Publikum richteten und natürlich auch prospektiv ausgerich­tet waren. Die Anfragen stammten hauptsächlich aus politischen, wirtschaftlichen, assoziativen und technischen Kreisen, darunter Handelskammern, ausländische Delegationen, Service-Clubs, Gruppierungen und Akteure, die an Projekten des Standorts interessiert sind. Diese Treffen erforderten zwar eine erhebliche Vorbe­reitungs- und Umsetzungsarbeit, spielten aber eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Öffentlichkeitsarbeit. Sie boten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der bluefactory zu ermöglichen, den Umfang und die Vielfalt der Aktivitäten und Projekte vor Ort konkret aufzuzeigen und gleichzeitig den Kreis ihrer Botschafter kontinuierlich zu erweitern.

Das bluefactory-Quartier weckt auch die Neugier der jüngeren Generation. Rund 40 aktiv interessierte Studierende aus drei Klassen der Handelsschule am Collège du Sud in Bulle machten sich mit ihren Lehrern auf den Weg in die bluefactory und stellten anlässlich einer Matinée zahlreiche Fragen. Für die BFF SA ist der Nachwuchs zentral wichtig, werden doch aus ihm sowohl die zukünftigen Talente der bluefactory, ihre zukünftigen Bewohner als auch die zukünftigen Nutzer hervorgehen.

CO-Bilanz

Die Mobilität gewichtet am stärksten

Unterstützt von der Expertise von Climate Services hat die BFF SA die CO₂-Bilanz 2025 des Standorts bluefactory erstellt. Das Gesamttotal der Betriebsemissionen des Innovations­quartiers betrug 896 tCO₂Äq. Darin inbegriffen sind die Aktivitäten der Unternehmen, aber nicht die Bautätigkeiten. Die Mobilität macht mit Abstand den grössten Emissionsposten aus: Die Geschäftsreisen und das Pendeln beanspruchen 83 % des Gesamttotals. Die Geschäftsreisen schlagen mit 388 tCO₂Äq zu Buche, gegenüber 78 tCO₂Äq im Jahr 2023, während das Pendeln 359 tCO₂Äq ausmachte, gegenüber 108 tCO₂Äq im Jahr 2023. Diese Zunahme lässt sich in erster Linie darauf zurückführen, dass Transportmittel mit höherem Emissionsgrad verwendet und im Rahmen der Geschäftsreisen vermehrt lange Distanzen mit dem Flugzeug zurückgelegt wurden. Der Anstieg bestätigt jedenfalls, dass es wichtig ist, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärker zu sensibilisieren, insbesondere mittels spezieller Veranstaltungen (z. B. Workshops «2Tonnen»), und einen Mobilitätsplan auf Stufe Quartier zu erstellen, um die Transportgewohnheiten und die Reiseverpflichtungen der Nutzerinnen und Nutzer besser identifizieren und passende Lösungen aufzeigen zu können.

Die BFF SA hat seit 2015 in Zusammenarbeit mit Climate Services zehn CO₂-Bilanzen erstellt. Diese Aufgabe wird künftig in einem Zweijahresrhythmus wahrgenommen. Die Bilanz 2025 ist auch gekennzeichnet durch eine Erweiterung des analysierten Perimeters: Es wurden zwei neue Posten in die Analyse aufgenommen, insbesondere die Restauration. Die Ergebnisse geben ein Werkzeug für die Nachverfolgung und Entscheidfindung in die Hand. Ihre Auslegung muss den methodischen Entwicklungen Rechnung tragen

 

CO₂-Bilanz 2025

Front line

Verwaltungsrat

Dr. Nina Eggert wurde an der Generalversammlung 2025 in den Verwaltungsrat der BFF SA gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Dr. Robert Giezendanner-Thoben an, der seine Ämter an der EPFL niedergelegt hat. Derzeit ist Dr. Nina Eggert als Leiterin Public Affairs an der Eidgenössischen Technischen Hochschule tätig. Sie hat an der Universität Genf in Politikwissenschaft und an der italienischen Universität Trient in Soziologie promoviert und verfügt über einen soliden Hintergrund in der öffentlichen Politik sowie über fundierte internationale Erfahrung. Jacques Boschung, Präsident des Verwaltungsrats, hob hervor, dass «ihr breites und solides Wissen über die Dynamik und die Schnittstellen zwischen institutionellen, akademischen und wirtschaftlichen Akteuren ein Trumpf ist bei der Begleitung der weiteren Entwicklung des Standorts».

Team

Seit dem 1. Juli 2025 wird das Facility Management der BFF SA vollumfänglich von der Leatech-Gruppe wahrgenommen. Das Freiburger Unternehmen stellt nun – unter Einhaltung der geltenden Vorschriften – in der bluefactory die allgemeine Hauswartung, die technische Wartung aller Anlagen und Gebäude, die Instandhaltung der Gemeinschaftsräume sowie die Abfallbewirtschaftung sicher. Die Leatech AG war bereits ein langjähriger Partner. Die Zentralisierung ist eine logische Folge und Ausdruck des Willens, einen qualitativ hochwertigen Service für sämtliche Nutzer des Standorts zu gewährleisten.

Gleichzeitig wurde die Immobilienverwaltungsgesellschaft Régie de Fribourg SA (RFSA) zur ersten Anlaufstelle für alle vertraglichen und technischen Anliegen der bluefactory-Mieter. Es steht eine digitale Austauschplattform zur Verfügung, welche die Abläufe vereinfacht.

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