CO₂-Bilanz 2025: Die Mobilität ist der wichtigste Einflussfaktor
Gestützt auf die Expertise von Climate Services hat die BFF SA die CO₂-Bilanz 2025 für die bluefactory erstellt. Die Bilanz, welche die Wirtschaftstätigkeiten der am Standort ansässigen Unternehmen sowie die baubedingten grauen Energien einberechnet, weist 896 tCO₂-eq. Betriebsemissionen und 162 tCO₂-eq graue Energien aus. Sie ist Teil eines seit 2015 durchgeführten Datenerhebungs- und Analyseprozesses, der bereits zehn CO₂-Bilanzen umfasst. Seit 2024 wird die Analyse im Zweijahres-Rhythmus durchgeführt.
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15/07/2026
Die Bilanz 2025 verdeutlicht, dass die Mobilität den mit Abstand wichtigsten Einflussfaktor darstellt. Allein die Geschäftsreisen und Pendlerfahrten zeichnen für 83 % der Betriebsemissionen des Standorts verantwortlich. Die Geschäftsreisen totalisierten im Jahr 2025 0,71 tCO₂eq/VZÄ, 2023 waren es noch 0,24 tCO₂eq/VZÄ. Die Pendlerfahrten generierten 2025 0,66 tCO₂eq/VZÄ (0,32 tCO₂eq/VZÄ in der vorherigen Bilanz). Der Anstieg ist insbesondere auf die Verwendung von Verkehrsträgern mit höheren Emissionswerten und die Zunahme der Distanzen zurückzuführen, die im Rahmen von Geschäftsreisen mit dem Flugzeug zurückgelegt wurden. Die Bilanz spiegelt auch den deutlichen Anstieg der Belegschaft (+53 % Arbeitsplätze und +63,5 % VZÄ) am Standort wider, was gleichsam automatisch eine Erhöhung der Betriebsemissionen nach sich zieht.
Ein Tool für die Ausgestaltung der Massnahmen
Für die BFF SA stellt die CO₂-Bilanz ein Begleit- und Steuerungsinstrument dar, dessen Interpretation auch die methodischen Entwicklungen und die Optimierung der erhobenen Daten berücksichtigen muss. Die Ergebnisse ermöglichen es, die wichtigsten Handlungsfelder zu identifizieren und die Anstrengungen auf die gewichtigsten Positionen zu konzentrieren. So gesehen drängt sich die Mobilität als das vorrangige Interventionsfeld auf. «Die CO₂-Bilanz 2025 bestätigt, wie wichtig es ist, die vor Ort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sensibilisieren, insbesondere durch spezielle Angebote wie die 2-Tonnen-Workshops», betont Adrian Douillet, Partner und Mitglied der Geschäftsleitung von Climate Services. Er unterstreicht zudem die Notwendigkeit, auf Ebene Quartier einen Mobilitätsplan umzusetzen. Dieser soll es ermöglichen, die Fahrgewohnheiten und (Mobil-)Verpflichtungen der Nutzer besser zu verstehen, um anschliessend Massnahmen vorschlagen zu können, die den Gegebenheiten vor Ort angepasst sind.
Gegenwärtig wird geprüft, wie man weiter vorgehen könnte. Mögliche Stossrichtungen, die sowohl für Pendlerfahrten als auch für Geschäftsreisen weniger emissionsintensive Reisepraktiken fördern, sollen gemeinsam mit den in der bluefactory vertretenen Einheiten entwickelt werden.
Ein massgeblicher Akteur im Hinblick auf die Dekarbonisierung
Die BFF SA arbeitet seit ihrer ersten CO₂-Bilanz mit Climate Services zusammen. Das in der bluefactory ansässige Unternehmen unterstützt Unternehmen, Behörden und Organisationen bei der Quantifizierung, Analyse und Reduktion ihrer CO₂ -Emissionen. Es erstellt CO₂-Bilanzen, arbeitet Pläne zur Reduktion der Emissionen aus und entwickelt Entscheidungshilfen, um seine Kunden auf ihrem Weg zur Klimaneutralität zu unterstützen. Seit seiner Gründung im Jahr 2013 hat das Unternehmen mehrere hundert Kunden bei der Optimierung ihres CO₂-Fussabdrucks begleitet.
Climate Services ist auch die Urheberin der CO₂-Plattform, die in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HTA-FR) entwickelt wurde mit dem Ziel, die Erfassung und Nachverfolgung von Daten zum Kohlenstoffausstoss zu erleichtern. Das Unternehmen gehört zudem zu den Gründungsmitgliedern der Stiftung Carbon Fri, die 2018 ins Leben gerufen wurde, um Freiburger Unternehmen dazu zu ermutigen, ihre CO₂-Emissionen zu reduzieren.
BILD: Adrian Douillet – © STEMUTZ.COM
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