AUFFÜHRUNG «LE TRAIN»
Joséphine De Weck & Opus 89
Vom 29. April bis 3. Mai 2026 – Halle Grise, bluefactory
Im Rahmen ihrer neuen Kulturstrategie freut sich die BFF SA, das neue Stück der Freiburger Regisseurin Joséphine de Weck zur Aufführung bringen zu dürfen.
Le Train ist eine Soloperformance, in der die gesamte Aufmerksamkeit auf die Stimme und die eingeschränkten Bewegungen eines einzelnen Menschen gerichtet ist. In diesem radikalen Setting sind die Füsse der Darstellerin am Boden fixiert: Obwohl in der Bewegung eingeschränkt, «leistet» sie die Aufführung körperlich und stimmlich, während das Licht zum einzigen mobilen Element des Raumes wird.
Die in Zusammenarbeit mit dem Lichtdesigner Michael Egger ausgeheckte Szenografie nutzt eine speziell für die Aufführung entwickelte Technologie. Motorisierte, mit 3D-Druckern massgeschneiderte und ferngesteuerte Projektoren formen den Bühnenraum.
Eine Geschichte zwischen Abbruch und Aufbruch
Der Zug erzählt die Geschichte einer Frau, die sich aus einer einengenden Beziehung befreit. Um ihr zu entkommen, steigt sie in einen Zug. Im Verlauf der Reise entfaltet sich die Erzählung. Sie kreist um Unerfülltsein, Co-Abhängigkeit und die Schwierigkeit, sich zu befreien. Worte bieten geschützte Räume. Die Sprache ist gepresst, die Worte wiederholen sich.
Auch ich bin eine AA
Auch ich könnte zu Treffen gehen
Ich bin eine AA
Nein, nicht «anonyme Alkoholikerin»
Sondern «angefixte Angefixte»
Gibt es dafür Gruppen?
Eine szenische Forschung im Spannungsfeld zwischen Mensch und Technologie
Bereits in ihren vergangenen Aufführungen widmeten sich Joséphine de Weck und Michael Egger der Frage, wie Technologie die darstellende Kunst verändert. Was delegieren wir an die Maschine?
In Le Train ist das Licht — und nicht die Darstellerin — mobil. Dieses Auf-den-Kopf-Stellen der gewohnten Verhältnisse erzeugt ein Gefühl der Fremdheit: Obwohl lebendig, scheint der Körper auf der Bühne von der Technologie manipuliert zu werden. Die dadurch entstehende Spannung legt den Kern des Menschseins und den inneren Lebenstrieb angesichts von Zwängen frei.
Die Aufführung ist eine Bühnenadaption von Josephine de Wecks zweitem Roman La petite lutte (erschienen im Verlag La Veilleuse).
Praktische Hinweise
📍 Ort: Halle Grise, bluefactory – Freiburg
📅 Daten: vom 29. April bis 3. Mai 2026
Im Anschluss an die Aufführung vom 30. April 2026 findet ein Gespräch zwischen Dr. Julien Nembrini und Dr. Simon Ruffieux (beide von der Universität Freiburg) statt.
🎟 Sie können Ihre Plätze hier reservieren!
Aufführung in französischer Sprache.
Künstlerisches Team
Produktion: Opus 89
Autorin und Schauspielerin: Joséphine de Weck
Blick «von aussen»: Fabrice Gorgerat
Leiterin Bewegung: Tamara Bacci
Bühnenbild: Alexis Thiémard
Ton: Luc Bersier
Kostüme: David Schafer
Licht: Michael Egger
Assistenz: Oscar Vaurs
Coaching der Schauspielerin (Technik der Aufmerksamkeits-Reise): Julie-Kazuko Rahir
Grafik: Figures.club
Zusammen mit der Universität Freiburg (UNIFR) und dem Prototyping-Lehrgang von Julien Nembrini und Simon Ruffieux wird eine Mediation durchgeführt.
Mit Unterstützung von: bluefactory Fribourg-Freiburg SA, Kanton Freiburg, Loterie Romande, Ernst Göhner Stiftung, Agglomeration Freiburg und Stadt Freiburg.
Copyright ©bluefactory. All rights reserved. – Fait avec le
par Up to you




